1569 als mächtiges Bürgerhaus am Sitz des
Basler Fürstbischofs erbaut, blickt die „Maison Turberg“ auf eine lange,
wechselvolle Geschichte zurück. 
Beinahe wäre das nach der einst darin tätigen
Druckerei „Turberg“ benannte Gebäude anfangs des 21. Jh. zur „Maison Zaugg“
geworden. Denn bevor das im alten Stadtkern gelegene Haus 2009
zwangsversteigert wurde, gehörte es dem Jurassier Remy Zaugg.
Er wollte sich hier über eine Stiftung und im Verbund mit Herzog&DeMeuron einen Ort für sein Lebenswerk schaffen. Doch sein Tod 2005 vereitelte die Pläne. Die „Maison Turberg“ blieb Baustelle und kam unter den Hammer.
„So etwas dürfe man sich
nicht entgehen lassen“ meinten Günther und Georg Dürr aus dem Raum Basel, noch
ohne zu wissen, welchem Zweck sie das weiterhin renovationsbedürftige Gebäude
zuführen würden.
Zum Glück für die Kunst, die hier seit Sommer 2009
Zwischen-Gastrecht geniesst.
Das teils renovierte, teils im Rohbau stehende
historische Gebäude bietet insbesondere für plastische und installative Kunstschaffende
faszinierende Raum-Möglichkeiten.
Eine Künstler-Kuratorengruppe mit Christine
Dürr, Paul Zoller und Cathrin Lüthi K.betreut die Auftritte und öffnet jeden 1.
Sonntag im Monat die Türen. Zu sehen waren oder sind neben Werken der
Initianten solche von Anita Kuratle, Remo Hobi, Charles François Duplain &
Philippe Queloz, Serge Grobéty und Robert Siegenthaler. AZW
Nächste Daten: 3. April, 2. Mai, 6. Juni 2010 (jeweils 1. Sonntag im Monat), 12 – 17 Uhr
www.le1erdimanche.ch
Bildlegende:
Die „Maison Turberg“ in Pruntrut ist bis auf weiteres Haus für Kunst.